Blutegeltherapie

Bei den Tieren handelt es sich um medizinische Blutegel (Hirudo medizinales). Sie werden auf die Haut des Pferdes gesetzt und beißen sich dort fest. Die Blutegel können bis zum fünffachen ihres Körpergewichtes an Blut aufsaugen, das sind ca. 20ml. Beim Biss werden über den Speichel der Tiere verschiedene Inhaltstoffe in die Wunde injiziert. Der hier bekannteste Wirkstoff ist Hirudin. Dieser wirkt zum Beispiel blutverdünnend, entzündungshemmend und antibiotisch. Weitere Stoffe wirken zu dem schmerzlindernd. Nachdem der Egel ausreichend Blut gesaugt hat, fällt er von alleine ab. Der Saugvorgang kann zwischen 30 min und 60 min dauern. Die Bissstelle kann bis zu 24 Stunden nachbluten. Durch die stetige Sickerblutung aus der Bissstelle, wird der Stoffwechsel in dem behandelten Gebiet angeregt und dient somit der Heilung.

Blutegel sind vielfältig einsetzbar. Entzündungshemmend, schmerzlindernd und Entstauend bei:



Nebenwirkungen sind keine bekannt. Der Biss ist vergleichbar mit einem Insektenstich und kann sich durch einen starken Juckreiz und daraus folgendem Scheuern entzünden. Bei Tieren mit einer starken Anämie (Blutarmut) oder einem schlechten Immunsystem sollte allerdings auf eine Behandlung verzichtet werden. Eine Allergische Reaktion auf den Biss der Egel ist nicht auszuschließen. Da die Blutegel speziell für die Therapie bestimmt sind, dürfen sie nur einmal Blut saugen, damit sie keine Infektionen übertragen können.